Glossar
Codex / Kodex:
(von lat. caudex "Holzblock") Bezeichnung für das moderne, aus Blättern zusammengefügte Buch mit Rückenheftung im Gegensatz zur Rolle (lat. rotulus), der bis ins 4. Jh. vorherrschenden Buchform. Der Vorteil des Codex liegt in der besseren Handhabung und der Möglichkeit, beide Seiten des Blattes zu beschreiben. Der Beschreibstoff war Papyrus oder Pergament.
Drôlerie:
(von frz. Drôlerie "komische, amüsante Sache") Eine groteske, auf das Spielerische, Scherzhafte gerichtete Darstellung von Menschen, Tieren und Fabelwesen.
Evangeliar:
Ein Evangeliar beinhaltet den Text der vier Evangelisten Markus, Lukas, Johannes und Matthäus im Neuen Testament.
Evangelistar:
Für kirchliche Lesungen verwendete Textauszüge der vier Evangelien.
Initiale:
Durch Schrifttype oder -größe und Verzierungen hervorgehobener Anfangsbuchstabe in Handschriften.
Kolophon:
Schlußnotiz in Handschriften oder Frühdrucken mit Angaben über Schreiber bzw. Drucker sowie Ort und Zeit der Entstehung - eine Funktion, die später vom Titelblatt übernommen wurde.
Miniatur:
ursprünglich Bezeichnung für eine mit Mennigfarbe (lat. minium "Mennigrot", "Zinnoberrot") kolorierte Initiale oder Titelzeile, später jede selbständige, nicht an eine Initiale gebundene figürliche Malerei in Handschriften.
Pergament:
(benannt nach der kleinasiat. Stadt Pergamon, dem Exportort für Pergament in der Antike) Der in der Antike und im Mittelalter gebräuchliche Beschreibstoff (als membrana pergamena bezeichnet) wird aus ungegerbten Häuten von Schafen, Ziegen und Kälbern hergestellt. Die Pergamenterzeugung verbreitete sich von Rom und Byzanz über das gesamte Abendland. Nachdem das Pergament rund 1000 Jahre für Handschriften verwendet worden war, wird es seit dem 13. Jh. als Beschreibstoff vom Papier ersetzt.
Psalter:
Die 150 Psalmen des Alten Testaments.
Scriptorium / Skriptorium:
"Schreibstube" (lat.), Schreiberschule mittelalterlicher Klöster mit gemeinsamen technischen und stilistischen Merkmalen in Schrift und Ausstattung.
Stundenbuch:
Gebetbücher für die Laienandacht. Verbreitung fanden sie im späten 14. und im 15. Jahrhundert in Frankreich und Flandern. Hauptbestandteil der Stundenbücher sind das Marienoffizium und das Totenoffizium, aus denen zu bestimmten Stunden die dazugehörigen Gebete gelesen werden.
Verso:
(Abk.: v) Die Rückseite eines Blattes (Folios) eines Codex; die beim aufgeschlagenen Buch links liegende Seite.
Zierseite:
ganzseitige Auszeichnung und Hervorhebung eines Textes oder Textanfangs durch ornamentalen oder figürlichen Schmuck.
(von lat. caudex "Holzblock") Bezeichnung für das moderne, aus Blättern zusammengefügte Buch mit Rückenheftung im Gegensatz zur Rolle (lat. rotulus), der bis ins 4. Jh. vorherrschenden Buchform. Der Vorteil des Codex liegt in der besseren Handhabung und der Möglichkeit, beide Seiten des Blattes zu beschreiben. Der Beschreibstoff war Papyrus oder Pergament.
Drôlerie:
(von frz. Drôlerie "komische, amüsante Sache") Eine groteske, auf das Spielerische, Scherzhafte gerichtete Darstellung von Menschen, Tieren und Fabelwesen.
Evangeliar:
Ein Evangeliar beinhaltet den Text der vier Evangelisten Markus, Lukas, Johannes und Matthäus im Neuen Testament.
Evangelistar:
Für kirchliche Lesungen verwendete Textauszüge der vier Evangelien.
Initiale:
Durch Schrifttype oder -größe und Verzierungen hervorgehobener Anfangsbuchstabe in Handschriften.
Kolophon:
Schlußnotiz in Handschriften oder Frühdrucken mit Angaben über Schreiber bzw. Drucker sowie Ort und Zeit der Entstehung - eine Funktion, die später vom Titelblatt übernommen wurde.
Miniatur:
ursprünglich Bezeichnung für eine mit Mennigfarbe (lat. minium "Mennigrot", "Zinnoberrot") kolorierte Initiale oder Titelzeile, später jede selbständige, nicht an eine Initiale gebundene figürliche Malerei in Handschriften.
Pergament:
(benannt nach der kleinasiat. Stadt Pergamon, dem Exportort für Pergament in der Antike) Der in der Antike und im Mittelalter gebräuchliche Beschreibstoff (als membrana pergamena bezeichnet) wird aus ungegerbten Häuten von Schafen, Ziegen und Kälbern hergestellt. Die Pergamenterzeugung verbreitete sich von Rom und Byzanz über das gesamte Abendland. Nachdem das Pergament rund 1000 Jahre für Handschriften verwendet worden war, wird es seit dem 13. Jh. als Beschreibstoff vom Papier ersetzt.
Psalter:
Die 150 Psalmen des Alten Testaments.
Scriptorium / Skriptorium:
"Schreibstube" (lat.), Schreiberschule mittelalterlicher Klöster mit gemeinsamen technischen und stilistischen Merkmalen in Schrift und Ausstattung.
Stundenbuch:
Gebetbücher für die Laienandacht. Verbreitung fanden sie im späten 14. und im 15. Jahrhundert in Frankreich und Flandern. Hauptbestandteil der Stundenbücher sind das Marienoffizium und das Totenoffizium, aus denen zu bestimmten Stunden die dazugehörigen Gebete gelesen werden.
Verso:
(Abk.: v) Die Rückseite eines Blattes (Folios) eines Codex; die beim aufgeschlagenen Buch links liegende Seite.
Zierseite:
ganzseitige Auszeichnung und Hervorhebung eines Textes oder Textanfangs durch ornamentalen oder figürlichen Schmuck.